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Seit dem Fall der Berliner Mauer engagiert sich das ifp in doppelter Hinsicht in Mittel- und Osteuropa:
Seit 1993 bietet das ifp Deutsch sprechenden Journalistinnen und Journalisten aus diesen Ländern ein dreiwöchiges Seminar in Deutschland an. Im Gegenzug veranstaltete das ifp ebenfalls zwischen 1993 und 2002 für die Auszubildenden und Absolventen des ifp und der kma regelmäßig 10-tägige Journalistenreisen nach Polen, bei denen die Kenntnisse über dieses Nachbarland vertieft werden. Bei der Rückreise wurde jeweils ein Abstecher in eines der Nachbarländer Polens unternommen.

Seit 2006 wird die Reihe mit einem neuen Konzept fortgesetzt: Die Reisen führen künftig 3 bis 4 Tage in eine der Hauptstädte Mittel- und Osteuropas. Im Vordergrund der Reisen stehen dort - wie bisher - Gespräche mit Vertretern aus Politik, Medien, Kirche, Kultur und Gesellschaft sowie Redaktionsbesuche und Besichtigungen. Ziele der Journalistenreisen waren bisher Bratislava (Slowakei), Vilnius (Litauen) und Prag (Tschechien).

11. Journalistenreise 2009 nach Warschau (Polen)

Die Journalistenreise 2009 führte vom 06. bis 09.09.2009 nach Warschau.

polen-flagge.jpgLange vor dem Fall der Berliner Mauer im Herbst 1989 markierte in Polen ein Ereignis einen Wendepunkt für die Entwicklung Europas: Im Frühjahr 1989 ließen die Nachrichten von direkten Gesprächen zwischen Vertretern der Regierung Jaruzelski und der Opposition um die Gewerkschaft „Solidarnosc" in Warschau die Welt – und vor allem die Länder des damaligen Ostblocks – aufhorchen. Denn die Beratungen des polnischen „Runden Tisches" vor 20 Jahren waren nicht nur ein wichtiger Schritt weg von der Parteiherrschaft und hin zum demokratischen Wandel in Polen, sondern markierten auch den Beginn einer Lawine politischer Umwälzungen in den Staaten Mittel- und Osteuropas.

2009 ist aber auch ein Jahr vieler Erinnerungstage in den deutsch-polnischen Beziehungen: 1939 begann der Zweite Weltkrieg, 1944 folgte der „Warschauer Aufstand“ als mutigste Auflehnung Untergrundpolens und der Warschauer Bevölkerung gegen die deutsche Besatzung. 2004 trat Polen schließlich der Europäischen Union bei. Ein entscheidender Schritt für die europäische Integration, aber vor allem auch für die Nachbarn Deutschland und Polen.

Nach der unvorstellbaren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist Warschau wieder aufgebaut worden. Heute zählt die Altstadt von Warschau, das historische Zentrum und Herzstück Warschaus, vollkommen rekonstruiert zum Unesco-Weltkulturerbe. Mit seinen rund 1,7 Millionen Einwohnern ist Warschau seit dem 16. Jahrhundert nicht nur die polnische Hauptstadt und heute Sitz der Regierung, sondern ebenfalls das größte Wissenschafts-, Kunst-, und Kulturzentrum Polens.

Programm

Das Programm der Journalistenreise 2009 finden Sie unten auf dieser Seite im Download-Bereich.

Gesprächspartner waren:

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Dietmar Barsig, Studioleiter, ZDF, Studio Warschau
Cesary Gmyz
, Ressortleiter Investigative Recherche, Rzeczpospolita; Stv. Vorsitzender Stiftung Medientandem
Andrzej Godlewski
, Ressortleiter Inland und Meinung, Polska
Artur Harasim
, Leiter der Europaabteilung, Ministerstwo Spraw Zagranicznych / Ministerium für auswärtige Angelegenheiten
Dr. Agnieszka Lada
, Leiterin des Europaprogramms, Instytut Spraw Publicznych / Institut für öffentliche Angelegenheiten
Dr. Józef Kloch
, Pressesprecher, Polnische Bischofskonferenz
Marek Krzakala
, Mitglied des Sejm (Platforma Obywatelska / Bürgerplattform), Stv. Vorsitzender der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe
Adam Krzemiński
, Feuilletonredakteur, Polityka
Dr. Jaroslaw Mrowczynski
, Stv. Generalsekretär, Polnische Bischofskonferenz
Stephan Raabe
, Leiter des Auslandsbüro Polen, Konrad-Adenauer-Stiftung
John Reyels
, Leiter des Referates Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsche Botschaft
Thomas Urban
, Korrespondent, Süddeutsche Zeitung
Piotr Zmelonek
, Verlagsdirektor, Polityka

Zielgruppe

Teilgenomen haben an der Journalistenreise 2009 für junge Journalisten Absolventen und Auszubildende des ifp und der kma sowie jüngere Mitglieder der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP).

Leitung

Die Leitung übernahm Studienleiter Bernhard Rude. Die Organisation in Warschau übernehmen mit Maria Jarmoszuk, Maria Koltunowska, Bogumil Rawicz und Monika Skarzynska vier Absolventen der Ostkurse des ifp.

Die Journalistenreisen nach Mittel- und Osteuropa finden in Kooperation mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) statt.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt 170 Euro. Für Stipendiaten der Jahrgänge 2007 bis 2009 sowie Volontäre in der katholischen Presse und Volontäre an Tageszeitungen beträgt die Teilnahmegebühr während dieser Ausbildung nur 150 Euro. Die Journalistenreise 2009 wird finanziell unterstützt vom Förderverein des ifp (Fifp).

In dieser Teilnahmegebühr ist die Übernachtung (Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer) im Hotel Novotel Warszawa Centrum sowie ein ÖPNV-3-Tages-Ticket, die Stadtführung und Eintrittsgelder inbegriffen. (Nicht inbegriffen sind die Mittag- und Abendessen.) Außerdem erhalten alle Teilnehmer eine Pressemappe mit Unterlagen zum Einlesen.

Die Anreise nach Warschau erfolgt auf eigene Kosten.

Stornogebühr

Bei Absagen nach dem 15. Juli 2009 wird eine Stornogebühr in Höhe von 150 Euro fällig. Auf die Zahlung dieser Stornogebühr kann nur verzichtet werden, wenn das ifp Nachrücker von der Warteliste nachrücken lassen kann. 

Anreise nach Warschau

Sie erreichen Warschau
mit der Bahn oder
mit dem Flugzeug.

Zentralbahnhof Warschau
Warschau verfügt über drei große Bahnhöfe, über die der gesamte Fern- und Auslandsverkehr läuft: Warszawa Zachodnia, Warszawa Centralna und Warszawa Wschodnia. Am besten am Zentralbahnhof "Warszawa Centralna" ein- und aussteigen, der sich im Zentrum der Stadt befindet, ganz in der Nähe des Hotels. 

Flughafen Warschau
Germanwings fliegt direkt von Köln/Bonn und Stuttgart sowie weiteren Städten nach Warschau.
Lot fliegt von Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart nach Warschau.
Lufthansa fliegt von Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Münster und Stuttgart nach Warschau.

Eine Suchmaschine für günstige Flüge bietet Swoodoo.

Nähere Informationen zum Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau. Der Warschauer Flughafen ist etwa 10 km vom Stadtzentrum entfernt. 

Linktipps Polen



Literatur


Reiserouten und Ziele der Journalistenreise seit 1993

10. Journalistenreise nach Prag (Tschechien)
mehr dazu

9. Journalistenreise 2007 nach Vilnius (Litauen)
mehr dazu

8. Journalistenreise 2006 nach Bratislava (Slowakei)
mehr dazu

7. Journalistenreise 2002 nach Polen und in die Slowakei
Frankfurt am Main - Wroclaw/Breslau - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Bratislava - Frankfurt am Main
mehr dazu

6. Journalistenreise 2000 nach Polen und Litauen
Frankfurt am Main - Krzyzowa/Kreisau - Warszawa/Warschau - Wilna/Vilnius - Gdansk/Danzig - Frankfurt am Main

5. Journalistenreise 1997 nach Polen und Tschechien
Frankfurt am Main - Schmochtitz - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Praha/Prag - Frankfurt am Main

4. Journalistenreise 1996 nach Polen und in die Ukraine
Frankfurt am Main - Warszawa/Warschau - Lwow/Lemberg - Krakow/Krakau - Frankfurt am Main

3. Journalistenreise 1995 nach Polen und Tschechien
Frankfurt am Main - Schmochtitz - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Praha/Prag - Frankfurt am Main

2. Journalistenreise 1994 nach Polen und Russland
Frankfurt am Main - Poznan/Posen - Warszawa/Warschau - Olsztyn/Allenstein - Kaliningrad/Königsberg - Gdansk/Danzig - Frankfurt am Main

1. Journalistenreise 1993 nach Polen
Frankfurt am Main - Wroclaw/Breslau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Warszawa/Warschau - Frankfurt am Main

Materialien herunterladen

Programm (PDF-Format, 121 KB)
Wenn Sie über das Programm der Journalistenreise 2009 informieren wollen, können Sie sich hier das Programm herunterladen.
Herunterladen 115,87 Kb


Kontakt


Bernhard Rude, Studienleiter

Seit Februar 2000 Studienleiter für die Ausbildung von Volontären an Tageszeitungen, die Seminarreihe für Deutsch sprechende Journalisten aus Mittel- und Osteuropa sowie Fortbildungsseminare. Mitarbeitervertreter (MAV) des ifp.
Geboren 1966 in Tettnang (Bodenseekreis). Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Politologie und Philosophie in Freiburg und Bonn. 1988-1990 Stipendiat der Studienbegleitenden Journalistenausbildung im ifp. 1993-1994 Volontär und ab 1994 Redakteur der Ludwigshafener Tageszeitung "Die Rheinpfalz". 1998-2000 Referent der Journalistischen Nachwuchsförderung der Abteilung Medienförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin (bei Bonn).
Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP), Mitglied der Initiative Tageszeitung (ITZ), des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), des Netzwerks Recherche und des Netzwerks Medienethik.
Jury-Mitglied des Journalistenpreises Osteuropa von Renovabis und Brot für die Welt sowie der Vorjury des n-ost Reportagepreises (Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung).

Rufnummer: 089-549103-18
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Bernhard Rude


Jenny Frach, Sachbearbeiterin

Betreut die Volontäre an Tageszeitungen, die Theologenkurse und die Seminarreihe für Deutsch sprechende Journalisten aus Mittel- und Osteuropa. Sie ist außerdem für den Förderverein des ifp (Fifp) zuständig. Zuvor Ausbildung zur Übersetzerin für Englisch am Sprachen- und Dolmetscherinstitut in München.

Rufnummer: 089-549103-13
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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