StartseiteInhaltsverzeichnisSuche A-ZHäufige FragenRSSKontaktAGBImpressum

Startseite
Ausbildung
Weiterbildung
Extra-Programm
Absolventen
Haus
Service
Über uns


Jahresbericht "transparent"


Jahresbericht "transparent"
youTube twitter Facebook





12. Spurensuche 2007 - Rückschau Drucken E-Mail

Auf den Spuren der Heiligen Petrus und Paulus und des Heiligen Benedikt


Seit 1992 ermöglicht das ifp seinen Auszubildenden und Absolventen, herausragende Stätten abendländisch-christlicher Kunst und Kultur in Europa kennenzulernen, die für das Christentum von besonderer Bedeutung sind. Experten geben vor Ort eine theologische und kunsthistorische Deutung.

Bisher war das ifp in Ravenna, Assisi, Mailand und mehrfach in Rom auf den Spuren von Kunstgeschichte, politischer und religiöser Geschichte. Auch ruhige Tage zur Besinnung gehören zum geistlichen Programm der "Spurensuche".


Tobias Chmura und Stephan Scheuer (Stipendiaten des Förderungsjahrgangs 2007) berichten von der Spurensuche 2007 in Rom. Fotos: P. Roger Gerhardy OSA.

14_kard._kasper_2.jpg
Kardinal Walter Kasper informierte über den Stand den Ökumene.

"Was der Vatikan einmal gründet, schafft er nicht wieder ab", sagt Stefan von Kempis und macht damit sicherlich viele Journalisten, die zwischen Quotendruck und Existenzangst arbeiten müssen, neidisch. Von Kempis gehört zur deutschen Redaktion von Radio Vatikan in Rom und zeigte einer Gruppe des ifp in der Karwoche die Studios an der Via della Conciliazione. Die diesjährige Spurensuche, an der sich in der Ausbildung befindliche Journalisten des Instituts und Ehemalige beteiligten, führte während der Karwoche in die Tiberstadt. Geleitet wurde der Ausflug von ifp-Direktor Pater Roger Gerhardy OSA. Auf den Spuren der Heiligen Petrus und Paulus erkundete die Gruppe Rom. Bei Radio Vatikan erfuhren die Teilnehmer, dass sich der Kirchenstaat die Radiostation jedes Jahr 20 Millionen Euro kosten lässt, um die Gläubigen weltweit zu erreichen. Auf mehreren Frequenzen entstehen in 45 Sprachen täglich über 60 Stunden Sendung. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Radioredakteuren aus dem Vatikan und zahlreichen deutschen Korrespondenten in Rom, nutzten besonders die mitgereisten Volontäre der katholischen Presse und Stipendiaten das ungezwungene Gespräch. So konnten sie mehr über die Arbeit eines Journalisten speziell im Vatikan und Italien und auch generell im Ausland erfahren.

14_kard._kasper_1.jpg
Die Spurensucher des ifp im Gespräch mit Kardinal Walter Kasper.

Neben touristischen Besichtigungen und informativen Führungen, etwa durch die vier Hauptkirchen Roms oder die Scavi, die Ausgrabungen unter dem Petersdom, die Domitilla-Katakombe, bot sich während der Spurensuche die Möglichkeit zu vielen Gesprächen im Vatikan. Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, empfing die 12-köpfige Gruppe zu einem Gespräch. Darin ging es vor allem um die Ökumene und den starken Zulauf, den die Pfingstkirchen zurzeit haben  

 

14_propaganda_fide_1.jpg
In diesem alten römischen Palazzo am Spanischen Platz residiert die Propaganda Fide

In einem weiteren Gespräch mit Pater Joseph Koonamparamil, Mitarbeiter in der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, wies dieser ebenfalls auf diese Bewegung hin. Er sieht in den Pfingstkirchen aktuell die größte Herausforderung für die katholische Kirche, noch vor dem allgemeinen Unglauben. Beim Besuch in der Kongregation, die an der Spanischen Treppe ihren Sitz hat, erläuterte Pater Koonamparamil die weltumspannende der Arbeit der alten Propaganda Fide. Für Journalisten immer ein interessantes Thema ist der Päpstliche Rat für soziale Kommunikationsmittel, und als überaus kenntnisreicher Gesprächspartner stand uns dort Benedikt Steinschulte zur Verfügung, dessen Funktion mit dem Wort Sekretär sehr unter Wert beschrieben ist. Er unterrichtete die Teilnehmer der Spurensuche vom breiten Aufgabenspektrum der Institution, von den Kontakten zu den unterschiedlichsten Fachorganisationen, der Bearbeitung und Erteilung von Drehgenehmigungen bis hin zur Verwaltung der vatikanischen Filmsammlung mit über 7000 Titeln. Das Gespräch fand im vatikanischen Kinosaal statt, einer ehemaligen Kapelle, an deren Existenz immer noch das – inzwischen ausgetrocknete – Weihwasserbecken links neben der Eingangtür erinnert.

 

14_manopello_2.jpg
In der Kirche von Manopello: Ist es das Schweißtuch der Veronika?
Ein wunderschöner Ausflug führte am Karfreitag zunächst zu den Höhlen vonSubiaco, in denen seinerzeit der hl. Benedikt, Patron Europas und Gründer des Benediktinerordens, zwei Jahre lang um seine Berufung kämpfte. Unter alten Bäumen feierte die Gruppe auf der Höhe zusammen die Karfreitagsliturgie. 

Anschließend fuhren sie – da sie schon auf der halben Strecke waren – weiter in das Dörfchen Manopello in den Abruzzen. Dort wird ein zartes, fast durchsichtiges Tuch aus Muschelseide als das wahre Schweißtuch der Veronika verehrt. Es zeigt das Bild eines Mannes mit schütterem Bart und zerschlagenem Nasenbein. Das Bild soll identisch sein mit dem auf dem Leichentuch von Turin






14_petersdom_nachts_1.jpg

Blick vom Dach des Augustinerklosters auf den Petersdom.
Spannend gestaltete es sich für die Gruppe die Gegensätze von Pilgerströmen, in denen der Einzelne scheinbar zu ertrinken droht, und einfacher, persönlich ansprechender Liturgie. Zu den Meditationen traf sich die Gruppe in der hoteleigenen Kapelle. Die Gründonnerstagliturgie feierten die Institutler zurückgezogen im Augustinerkloster direkt neben dem Petersplatz. Nach der anschließenden Agape gingen sie noch für längere Zeit auf das Dach des Klosters, von dem aus sich dem Betrachter ein wunderschöner Blick auf den nächtlich illuminierten Petersdom bietet. Und direkt gegenüber kann man dem Papst ins Zimmerfenster schauen. Unter den Pilgermassen bewegten sich die Spurensucher beim Beten des Kreuzwegs am Kolosseum und während der Papstmesse am Ostersonntag. Alleinsein und sich in der großen Gemeinschaft geborgen wissen, beides hatte in dieser Spurensuche seinen Platz.

 

Ziele der Spurensuche (1992-2007)

In den Vorjahren führte die Spurensuche an folgende Ziele:

12. Spurensuche 2007 in Rom
Leitung: P. Roger Gerhardy OSA

11. Spurensuche 2005
Ravenna, Florenz und San Gimignano
Leitung: P. Roger Gerhardy OSA

10. Spurensuche 2004 in Burgund
Autun - Cluny
Leitung: P. Roger Gerhardy OSA

9. Spurensuche 2003 in Rom
Leitung: P. Roger Gerhardy OSA

8. Spurensuche 2003 in Rom
Leitung: P. Roger Gerhardy OSA

7. Spurensuche 1999 in Rom
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

6. Spurensuche 1997 in Rom
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

5. Spurensuche 1996 in Rom
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

4. Spurensuche 1995 in Rom
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

3. Spurensuche 1994 in Mailand
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

2. Spurensuche 1993 in Assisi
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

1. Spurensuche 1992 in Ravenna
Leitung: Prof. Dr. Josef Innerhofer

 
Nächste Seminare
11. November 2010
Stefan Schwabeneder
Lachen erlaubt - Neue Ideen für Radio Comedy
Details
26. November 2010
Matthias Spielkamp
Mehr als Google - Online-Recherche
Details
01. Dezember 2010
Jens Radü
Mit allen Mitteln - Multimediales Erzählen im Internet
Details
Alle Termine
Nächste Seminare

01. Oktober 2010
Medienausbildung
für Theologen

01. Februar 2011
Ostkurs 2011 für Journalisten
aus Mittel- und Osteuropa

01. März 2011
Volontäre
in der katholischen Presse

31. Mai 2011
Studienbegleitende
Journalistenausbildung

01. März 2012
Volontäre
im privaten Hörfunk