Ostkurs 2009 - ein Rückblick
Zum 17. Mal bot das ifp im Jahr 2009 für Deutsch sprechende Journalistinnen und Journalisten aus Mittel- und Osteuropa ein dreiwöchiges Fortbildungsseminar an. Zu diesem "Ostkurs 2009" waren 13 Journalistinnen und Journalisten aus neun Ländern nach München eingeladen. Diese kamen aus Bulgarien, Georgien, Lettland, Litauen, Rumänien, Russland, der Slowakei, Tschechien und der Ukraine.
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| Die Teilnehmer des Ostkurses 2009: 13 Journalistinnen und Journalisten aus neun Ländern Mittel- und Osteuropas (Fotos: Wolfgang Maria Weber) |
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Programm
Das Programm des Ostkurses 2009 finden Sie im Download-Bereich unten auf dieser Seite.
Prominenter Gesprächspartner beim Interview-Training im TV-Studio war Markus Ferber, der Vorsitzende der CSU-Europagruppe im Europäischen Parlament.
Zwei Erfahrungsberichte
TV-Interview eine echte Herausforderung
Nachrichten, Recherche, Reportage, Pressefoto, Interview - gibt es bei diesen Themen eigentlich noch etwas Neues, wenn man damit mehr oder weniger schon jeden Tag arbeitet? Ja, doch, musste ich beim „Ostkurs 2009" des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) in München feststellen. In dem so bunten Seminar-Programm habe ich mich jeden Tag als Journalistin neu entdeckt. Die ganzen Informationen, die ich vor dem dreiwöchigen Kurs in München in meinem Kopf hatte, sind nun in meinem Kopf klar in einzelnen Regalen geordnet. Viele meiner beruflichen Tätigkeiten folgen erst jetzt einer klaren Struktur.
Mit ganz anderen Augen sehe ich nun beispielsweise die Möglichkeiten der Reportagen in der Zeitung. Meine Stärke als Fernsehjournalistin beim litauischen Fernsehen sind zwar Nachrichten. Aber die Theorie und Praxis beim Ostkurs haben in mir auch die Lust für die Presse geweckt. Es ist einfach interessant, neue Themen auf der Straße zu finden und sie lebendig für die Zeitung oder eine Zeitschrift zu beschreiben.
Vor der Kamera in einem TV Studio zu stehen und Interviews zu führen und zwar nicht mit einem Freund, sondern mit dem Pressesprecher des bayerischen Kultusministeriums machte ordentlich Stress. Aber es war eine so wunderbare Chance, mich als Journalistin zu prüfen und die schlimmsten Fehler beim Interview, einer so wichtigen journalistischen Stilform, zu sehen. Vielleicht war dies nur die erste und die letzte Möglichkeit, als Moderatorin zu arbeiten. Aber es war schon eine sehr spannende Erfahrung.
Drei Wochen mit professionellen Journalisten, mit interessanten Kollegen aus neun Ländern Mittel- und Osteuropas, mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen Augenblicken in München und Bayern sind total schnell vergangen. Aber wir sind reich an neuen Kenntnissen nach Hause gefahren. Deshalb bin ich dem ifp und den Förderern wie der KNA-Promedia-Stiftung sehr dankbar, dass ich an diesem Seminar teilnehmen konnte. Es war eine schöne Möglichkeit, eigene Werte zu prüfen, eigene Schwächen zu erkennen und diese in Stärken umzuwandeln.
Asta Boruseviciute, Lietuvos nacionalinis radijas ir televizija (LRT), Redaktion „Labas rytas", Vilnius (Litauen)
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Ein großer Sprung in meinem Leben
Der Ostkurs 2009 war für mich ein großer Sprung in meinem Leben. Warum? Zur Zeit studiere ich Medien und Kommunikation an der Karls-Universität in Prag (Tschechien). Dort lernen wir viel Theorie, aber wir haben wenig Praxis.
Während des dreiwöchigen Seminars beim ifp in München hatten wir nun so viele praktische Übungen, zum Beispiel die Interviews im TV-Studio mit dem Pressesprecher des bayerischen Kultusministeriums und Markus Ferber, dem Vorsitzenden der CSU-Europagruppe im Europäischen Parlament, im Studio. Das war meine erste Erfahrung vor der Fernsehkamera. Das erste Mal war ich so nervös und unsicher, aber unsere Referentin vom Bayerischen Rundfunk gab wertvolle Tipps und Hilfestellungen.
Wir haben zuvor auch Reportagen geschrieben, konnten bei dieser Gelegenheit selbst in München recherchieren und viele Leute in München kennen lernen. Ich schrieb über den Viktualienmarkt - ein berühmter Ort in München. Und ich habe nicht nur dort viele Fotos gemacht. Deshalb war die Seminareinheit „Pressefoto" für mich sehr interessant. Wir hatten viele unvergessliche Erlebnisse mit unserer Gruppe.
Jeden Tag hatten wir einen reichen Tagesablauf: Wir besuchten die Süddeutsche Zeitung, den Bayerischen Rundfunk und das ZDF-Landesstudio Bayern. Und die Atmosphäre im Seminar war sehr fröhlich und entspannt. Ich bin so glücklich, dass ich beim Ostkurs dabei sein konnte, und denen dankbar, die dies ermöglichten. Das war ein Geschenk und eine sehr wertvolle Lebenserfahrung.
PavlÃna MaÅ¡ková, Journalistikstudentin, Karls-Universität, Prag (Tschechien)
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Teilnehmer
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Anna Akopova |
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Pavlina Masková Tschechien |
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Asta Boruseviciute Litauen |
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Evelina Menteshashvili Georgien |
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Antonela Gyöngy Rumänien |
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Ana Nedelea Rumänien |
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Marcela Jankovicova Slowakei |
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Roman Topolyuk Ukraine |
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Agnese Karklina Lettland |
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Alina-Corina Voinea Rumänien |
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Ivelina Kovanlashka Bulgarien |
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Iryna Zinchuk Ukraine |
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Tetyana Lutsyk Ukraine |
Förderer
Der Ostkurs 2009 wurde gefördert
- von Renovabis, der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, in Freising,
- von der Bayerischen Staatskanzlei in München,
- von der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung in München,
- der KNA-Promedia-Stiftung in Bonn,
- dem Katholischen Pressebund in Bonn,
- dem Förderverein des ifp (Fifp) in München sowie
- dem Tourismusamt der Landeshauptstadt München.
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Materialien herunterladen
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Ein Beitrag für freie Medien (PDF-Format, 60 KB) |
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Seminarprogramm Ostkurs 2009 (PDF-Format, 81 KB) |
Kontakt
Seit Februar 2000 Studienleiter für die Ausbildung von Volontären an Tageszeitungen, die Seminarreihe für Deutsch sprechende Journalisten aus Mittel- und Osteuropa sowie Fortbildungsseminare. Mitarbeitervertreter (MAV) des ifp.
Geboren 1966 in Tettnang (Bodenseekreis). Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Politologie und Philosophie in Freiburg und Bonn. 1988-1990 Stipendiat der Studienbegleitenden Journalistenausbildung im ifp. 1993-1994 Volontär und ab 1994 Redakteur der Ludwigshafener Tageszeitung "Die Rheinpfalz". 1998-2000 Referent der Journalistischen Nachwuchsförderung der Abteilung Medienförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin (bei Bonn).
Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP), Mitglied der Initiative Tageszeitung (ITZ), des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), des Netzwerks Recherche und des Netzwerks Medienethik.
Jury-Mitglied des Journalistenpreises Osteuropa von Renovabis und Brot für die Welt sowie der Vorjury des n-ost Reportagepreises (Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung).
Rufnummer: 089-549103-18
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