Studienbegleitende Journalistenausbildung

Die Ausbildung

Fachstudium + Journalistenschule = Studienbegleitende Journalistenausbildung: Was kann ein junger Journalist mehr wollen? Die dreijährige Journalistenausbildung ist für katholische Studierende eine ideale Ergänzung zum Volontariat und eine Alternative zum Journalistikstudium. Die Ausbildung findet parallel zum Studium in den Semesterferien statt und ist multimedial (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Online). Die 15 Stipendiaten des ifp werden praxisbezogen in einem Wechsel aus Seminaren und Praktika ausgebildet. In Intensivseminaren lernen die Journalistenschüler das journalistische Handwerk. Angeleitet von erfahrenen Journalisten werden systematisch die verschiedenen Stilformen (zum Beispiel Nachricht, Reportage, Kommentar) geübt und in druckreife oder sendefähige Beiträge umgesetzt. Die vorgesehenen Praktika bei Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Onlinemedien und Rundfunkstationen vermittelt überwiegend das ifp. Spezialseminare zu Europathemen und zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen ergänzen die Ausbildung.

Stipendium

Die Seminare sind für die Stipendiaten kostenlos. Reisekosten werden erstattet - vorausgesetzt wird lediglich der Kauf einer Bahncard 50. Zudem erhalten die Stipendiaten bei unbezahlten Praktika eine finanzielle Unterstützung, die die Lebenshaltungskosten am Praktikumsort deckt. Zudem übernimmt das ifp einen Teil der Kosten, wenn Stipendiaten ein individuelles Sprechtraining absolvieren. Besondere journalistische Projekte, Auslandspraktika oder der Besuch von Fachtagungen werden vom Förderverein des ifp bezuschusst.

Ablauf der Ausbildung

Jeweils am 1. Januar. Das erste Seminar findet in der Regel im Februar/März statt.

Im ersten Förderungsjahr führt ein vierwöchiges Grundlagenseminar in Theorie und praktischen Übungen in die journalistischen Stilformen Nachricht/Bericht und Reportage ein (Stimmen zum Grundlagenseminar 2013 und Überblick über Referenten 2014). Dabei entsteht eine Übungszeitung (2014 zum Thema Licht). Die Stipendiaten bekommen eine Einführung in Interviewtechnik, Pressefotografie, Rechercherecht und Presseethik, Kommentar sowie Recherche. Das Seminar bereitet auf ein mehrwöchiges Praktikum in der Lokalredaktion einer Tageszeitung in den Sommersemesterferien vor.

2. Jahr: Das zweiwöchige Hörfunk-Seminar im zweiten Ausbildungsjahr vermittelt in Theorie und Praxis die Grundlagen der modernen Hörfunkarbeit. Die Teilnehmer lernen die Stilformen Interview, Bericht mit O-Ton, Reportage und Magazin kennen. In der letzten Woche produzieren die Stipendiaten eine Magazinsendung mit Beiträgen, Moderation, Verpackungselementen und Musik für den Aus- und Fortbildungskanal M 94,5. Das Fernsehseminar macht die Stipendiaten mit den Grundlagen der Fernseharbeit bekannt, ergänzt durch ein Kameratraining im institutseigenen Fernsehstudio. Die Beiträge laufen auf afk TV und im ifp-Youtube-Kanal. Außerdem machen die Stipendiaten im zweiten Jahr der Ausbildungszeit mehrwöchige Praktika in Mantelressorts (z.B. Politik, Kultur) von Tageszeitungen, bei Nachrichtenagenturen und/oder bei Wochenzeitungen. 

3. Jahr: Im dritten Förderungsjahr wird die Ausbildung crossmedial. In einer Woche erhalten die Stipendiaten eine Einführung in den Videojournalismus. Im Abschlussseminar vertiefen die Stipendiaten ihre Kenntnisse in der Recherche durch die Arbeit an einer Magazingeschichte und bringen ihre in der Ausbildung erlernten Fertigkeiten im Ungang mit verschiedenen Medien in ein Crossmediaprojekt ein (siehe Linktipps am Ende der Seite). Eine Radio- oder Fernsehhospitanz bei einem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender gibt Einblick in die praktische Hörfunkarbeit bei einem Sender.

Zwei Spezialseminare zu aktuellen gesellschaftlichen oder kirchlichen Themen im Verlauf der dreijährigen Ausbildung ergänzen das Programm (siehe Menü in der rechten Spalte). Zudem gehört ein Spezialseminar Europa in Brüssel zur Ausbildung.

Praktika in renommierten Redaktionen

Die Stipendiaten absolvieren nach jedem Seminar mehrwöchige Praktika bei Zeitungen, Agenturen oder Onlinemedien und im Hörfunk. Die Hospitanzen werden vom ifp vermittelt. Darüber hinaus hat jeder Stipendiat die Möglichkeit zu weiteren Hospitanzen (z.B. bei Zeitschriften oder beim Fernsehen). Praktika verbessern die zukünftigen Chancen bei einer Bewerbung um ein Volontariat oder eine Redakteursstelle und helfen beim Start in die Freiberuflichkeit.

Extra-Programm

Besinnungswochenenden, Mentorenprogramm, Zusatzpraktika, Journalistenreisen, Kooperationsseminare, Jahrestreffen, Sprechtraining, Förderverein: Das ifp bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich über die Ausbildung hinaus weiterzubilden und in die Arbeit des ifp einzubringen. Katholikentage und Kirchentage haben ihren festen Platz im ifp-Kalender. Das zeigt auch ein Beitrag der ehemaligen Stipendiatin Hannah Hufnagel über das ifp beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München.

Voraussetzungen

  • Sie haben Abitur.
  • Sie sind katholisch.
  • Sie sind zum Zeitpunkt des Förderbeginns nicht älter als 28 Jahre.
  • Sie sind möglichst an einer deutschen Hochschule eingeschrieben oder werden das Studium in Kürze aufnehmen.
  • Sie studieren zum Zeitpunkt der Bewerbung höchstens im vierten Fachsemester (Bachelor, Staatsexamen, Magister, Diplom,...).
  • Sie interessieren sich für religiöse und gesellschaftliche Fragen.
  • Wenn Sie Bachelor-Studierende/r sind, müssen Sie die Absicht haben, dem BA-Abschluss einen Master-Abschluss folgen zu lassen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Voraussetzungen für die Aufnahme erfüllen, dann setzen Sie sich bitte mit Studienleiterin Isolde Fugunt in Verbindung. Mitunter sind Härtefallregelungen möglich.

Bewerbungsschluss

Bewerbungsschluss ist jeweils am 31. Mai. Derzeit läuft das Bewerbungsverfahren für den Förderungsjahrgang 2015. Bewerbungsschluss für den Förderungsjahrgang 2016 ist am 31. Mai 2015.

Bewerbungsunterlagen

  • Bewerberbogen mit Referenzadresse (mit Telefonnummer) eines persönlich bekannten geistlichen Seelsorgers, Journalisten, Lehrers oder Dozenten, der im Laufe des Auswahlverfahrens bereit ist, in einem Persönlichkeitsgutachten Engagement und Werdegang des Bewerbers zu beurteilen (Gutachten wird Anfang August direkt von uns erbeten und kann bis 19. September 2014 eingereicht werden). *
  • Tabellarischer Lebenslauf OHNE Foto*
  • Begründung des Berufswunsches
  • Abiturzeugnis oder Zeugnis über Fachgebundene Hochschulreife (kann nachgereicht werden)
  • Immatrikulationsbescheinigung (kann nachgereicht werden)
  • Journalistische Praktikumszeugnisse (wenn vorhanden)
  • Arbeitsproben (wenn vorhanden)

* Wichtiger Hinweis: Es sind veraltete Flyer im Umlauf. Dort steht, dass das Persönlichkeitsgutachten mit der Bewerbung eingereicht werden soll. Dies ist nicht mehr der Fall. Es genügt die Referenzadresse. Neu ist auch, dass wir kein Foto mehr benötigen.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung per E-Mail ein und beachten Sie unsere Hinweise zu den Bewerbungsunterlagen.

Bewerbungsverfahren

1. Stufe: Bis 31. Mai schicken Sie uns Ihre Bewerbung per E-Mail zu.
2. Stufe: Im Juni erhalten Sie von uns mehrere Reportagethemen zur Auswahl und schreiben innerhalb von etwa zwei Wochen eine Probereportage.
3. Stufe: Mitte September verschicken wir die Einladungen für die Vorstellungsgespräche an die besten Bewerber. Falls Sie dazugehören, führen Sie bei den Auswahltagen in München (5. bis 7. November 2014) ein persönliches Gespräch mit einer Jury und schreiben anhand von Agenturmaterial eine Nachricht.

Ob Sie zu den 15 Stipendiaten des neuen Förderungsjahrgangs gehören, erfahren Sie bis Ende November.

Studienleiterin

Verantwortlich für die Studienbegleitende Journalistenausbildung ist Studienleiterin Isolde Fugunt. Sie steht Ihnen gerne für alle weiteren Fragen zur Verfügung.

Das ifp

Weitere Informationen über das ifp finden Sie in der Rubrik Über uns. Zudem stellen wir uns auf YouTube im Video vor. Klicken Sie doch mal rein bei ifpTV und lernen Sie uns kennen. Im ifpBlickwinkel erzählen unsere Referenten von der Faszination ihres Berufs, gestehen handwerkliche Fehler ein und geben Tipps für Nachwuchsjournalisten.