Volontäre in der katholischen Presse

Volontäre in der katholischen Presse

Die Ausbildung

Mit dem zweijährigen Volontariat in der katholischen Presse bietet das ifp jährlich zehn bis fünfzehn Bewerbern die Möglichkeit, sich zum Redakteur ausbilden zu lassen. Die Ausbildungsredaktionen - u.a. Kirchenzeitungen, Katholische Nachrichtenagentur, Onlineredaktionen - befinden sich im gesamten Bundesgebiet. Während des Volontariats finden im ifp mehrere Kurse mit einer Gesamtlänge von acht Wochen statt, die die Redaktionsausbildung in journalistischer Theorie und Praxis systematisch ergänzen und vertiefen. Integriert in die Ausbildung sind zudem insgesamt drei Monate Praktika bei Tages- oder Wochenzeitungen, Nachrichtenagenturen, Rundfunkanstalten oder Onlineredaktionen. Den Ausbildungsgang "Volontäre in der katholischen Presse" gibt es seit 1978. Mitträger dieser Ausbildung sind der Katholische Medienverband (KM) und die MDG - Medien Dienstleistung GmbH in München.

Voraussetzungen

Sie sind katholisch und haben Abitur oder, bei Mittlerer Reife, eine abgeschlossene Berufsausbildung. Das Studium ist keine zwingende Voraussetzung für die Aufnahme.

Alter

Bewerber dürfen am Tag des Bewerbungsschlusses noch keine 30 Jahre alt sein.

Bewerbungsschluss

Bewerbungsschluss ist jeweils am 1. März.

Bewerbungsunterlagen

Bewerberdatenblatt (siehe unten), Tabellarischer Lebenslauf, aktuelles Passbild, Kopie des Reifezeugnisses, Praktikumszeugnisse, 3-5 aussagekräftige Arbeitsproben, Darlegung der Berufsvorstellungen und Begründung des Berufswunsches (etwa eine DIN A4-Seite). Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an: Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses, Burkhard Schäfers, Kapuzinerstr. 38, 80469 München.
Wichtig: Sie können uns die Unterlagen digital oder per Post senden. Digital: Bitte mailen Sie uns die Unterlagen als pdf-Dokument und fügen Sie alle Seiten zu einem Dokument zusammen. Die E-Mailadresse lautet engelke@ifp-kma.de. Maximale Dateigröße: 10 MB. Per Post: Bitte achten Sie darauf, dass sich Ihre Unterlagen problemlos kopieren lassen. Nutzen Sie einfaches, nicht zu dickes Papier, tackern Sie nichts zusammen und kopieren Sie alles auf DIN A4. Legen Sie die Unterlagen in Klemmhefter oder Klarsichthüllen. Bewerbungsmappen mit Schiebetechnik oder Schnellhefter mit Einzelblättern in Folien sehen zwar gut aus, erschweren jedoch die Arbeit.

Auswahlverfahren

1.) Sie bewerben sich bis 1. März.
2.) In der zweiten Märzhälfte erhalten geeignete Bewerber die Aufforderung, binnen zwei Wochen eine Reportage zu einem vorgegebenen Thema zu schreiben.
3.) Im Mai bitten wir Kandidaten, die ihr Können bewiesen haben, zu einem Auswahltag nach München. Wer in der Auswahl erfolgreich abschneidet, wird mindestens einer Redaktion vorgeschlagen.
4.) Die Redaktionen laden anschließend in der Regel zwei Kandidaten zum Vorstellungsgespräch ein, entscheiden sich und schließen mit einem Bewerber einen Ausbildungsvertrag.

Beginn des Volontariats

Jeweils am 1. Oktober können 10 bis 15 Volontärinnen und Volontäre in den Redaktionen ihre Ausbildung beginnen.

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert zwei Jahre.

Ausbildung in den Redaktionen, begleitende Seminare und Praktika

Die Ausbildungsredaktionen befinden sich im gesamten Bundesgebiet. Es handelt sich um eine Nachrichtenagentur, Wochenzeitungen, Zeitschriften, Onlinemedien und Multimediaredaktionen. Ein Ausbildungsvertrag garantiert den Volontären unter anderem den Besuch von fünf Seminaren (Gesamtdauer acht Wochen), die das Institut veranstaltet, und Praktika (Gesamtdauer zwölf Wochen) in Printredaktionen, Nachrichtenagenturen, Onlineredaktionen oder im Rundfunk. Die Entlohnung erfolgt nach dem in der Redaktion jeweils gültigen Gehaltstarifvertrag.
Die Ausbildung der Volontäre in der katholischen Presse ist so angelegt, dass den Absolventen der Weg in alle Medien offen steht. In den Seminaren haben die Volontäre Gelegenheit, ihre redaktionelle Ausbildung theoretisch zu untermauern und in praktischen Übungen mehr Sicherheit in den journalistischen Stilformen zu gewinnen.
Auf dem Programm stehen unter anderem: Recherche, Nachricht und Bericht, Interview, Reportage, Kommentar, Glosse, Fotografie und Layout, Fragen des Presserechts und der journalistischen Ethik, Onlinejournalismus, Crossmedia. Die Referenten sind erfahrene Praktiker.

Hörfunk- und Fernsehausbildung

Im institutseigenen Studio, das mit professioneller Technik ausgestattet ist, machen sich Volontäre in kleineren Gruppen je eine Woche lang mit den Grundlagen der Hörfunk- und Fernseharbeit vertraut. Ist ihr Interesse für die elektronischen Medien dabei geweckt worden, können sie nach dem Volontariat eine Reihe von Aufbaukursen besuchen.

Online-Ausbildung

„Um professionelle Standards und Qualität journalistischer Online-Angebote dem technologischen Niveau anzupassen und damit langfristig wieder Marktanteile wett zu machen, müssen Verlage trotz Verlusten künftig in die crossmediale Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten investieren", schreiben Stephan Weichert und Leif Kramp in ihrer 2009 erschienenen Studie "Das Verschwinden der Zeitung?". Schon seit 1997 werden die Volontärinnen und Volontäre mit den Grundlagen des Online-Journalismus vertraut gemacht. Außerdem vermittelt das ifp im Rahmen der Ausbildung crossmediales Denken und Arbeiten.