Mentorenprogramm

Konzept

Das Mentorenprogramm soll den Stipendiaten und den Volontären in der katholischen Presse sowie den Volontären im privaten Hörfunk die Phase zwischen dem Ende der Ausbildung und dem Berufseinstieg erleichtern. Erfahrene Journalisten berichten von ihren Erfahrungen, beraten bei Bewerbungen und helfen den Nachwuchsjournalisten, sich ein fachliches Profil anzueignen. Zudem soll das Mentorenprogramm den Kontakt zwischen ,Alt-' und ,Neu'-Institutlern intensivieren.

2005 haben sich die ersten Mentoren und Mentee beim Jahrestreffen in Berlin kennengelernt. Seither finden sich jährlich beim Jahrestreffen neue Teams aus erfahrenen Journalisten und Berufsanfängern zusammen. Am zweijährigen Programm können Stipendiaten und Volontäre des ifp im letzten Ausbildungsjahr teilnehmen. Zu den Mentoren gehören Absolventen des ifp und dem ifp verbundene Journalisten.

Verantwortlich für das Programm sind die jeweiligen Studienleiter: Burkhard Schäfers für die Volontäre in der katholischen Presse, Carola Hug für die Volontäre im privaten Hörfunk und Isolde Fugunt für die Stipendiaten.

Neue Bewerbungsfrist ab 2013: Jeweils zum 15. Juni können sich Stipendiaten und Volontäre bei Ingrid Trümper für das Mentorenprogramm einschreiben. Die neuen Mentoren und Mentee treffen sich dann im Januar 2014 bei einem Workshop in München.  

Erfahrungen

"Mein Mentor Felix Steiner hat mir Einblick gegeben in die Tiefen des journalistischen Alltags. Ich habe von ihm gelernt, dass ehrliche Kritik mir - und meinen Formulierungen - nützt. Und ich habe von ihm gelernt, dass der Journalismus vergleichbar ist mit einer Flasche: Der Weg ins gesegnete Innere führt durch einen Flaschenhals. Gut, dass mein Mentor und das ifp mich schon ein gutes Stückchen durch begleitet haben." 

Maria Deingruber ist Stipendiatin des Jahrgangs 2006. Sie studiert in München Politikwissenschaft, Soziologie und Philosophie. Ihr Mentor ist Felix Steiner, Stellvertretender Chefredakteur DW-Radio.

 

sarah_kaiser.jpg"Das Mentorenprogramm des ifp ist für mich auf jeden Fall ein Gewinn. Egal ob Schwierigkeiten während eines Praktikums auftauchen, oder ich einen Tipp zu laufenden Volo-Bewerbungen brauche - ich weiß, dass ich mich jederzeit an meinen Mentor Christian Otterbach (SR) wenden kann. Wir telefonieren und schreiben uns E-Mails und letztes Jahr habe ich ihn in Saarbrücken besucht, wo er mir den SR gezeigt und mich gleich auf einen Termin mitgenommen hat. Nicht nur, dass ich von seiner Erfahrung profitiere, er hat mich auch immer wieder aufgebaut, wenn ich wegen der schwierigen Job-Aussichten entmutigt war."

Sarah Kaiser ist Stipendiatin des Jahrgangs 2006. Sie studiert in Hohenheim Kommunikationswissenschaft. Ihr Mentor ist Christian Otterbach, freier Mitarbeiter, Moderator und Videojournalist beim SR.

 

otterbach.jpg"Ich gebe es gerne zu – „Mentor“ hat sich für mich anfangs ein wenig nach Gönner oder Ersatzpapa angehört. Aber ganz im Gegenteil – das Telefonieren und Mails schicken mit Sarah hat gar nichts damit zu tun. Ich finde es erstens sehr wichtig, Kontakte zu jungen Kollegen zu knüpfen, die auf so manches Thema eine ganz andere Perspektive haben. Außerdem ist es immer wieder mal gut, sich an die Zeit zurück zu erinnern, in der man selbst vor wichtigen Lebens- oder Berufsentscheidungen stand. Das hilft, sich selbst und seinen Berufsalltag nicht gar so wichtig zu nehmen. Drittens fühle ich mich noch jung genug, um von Kollegen, die in anderen Medien und anderen Bundesländern arbeiten, zu lernen. Sarah und ich helfen uns also gegenseitig – und das ohne Druck oder das Gefühl einer Verpflichtung. In diesem Sinn ist das Mentorenprogramm eine echte Bereicherung."

Christian Otterbach ist Fester freier Mitarbeiter, Moderator und Videojournalist beim SR in Saarbrücken. Beim ifp unterrichtet er als Referent im Bereich Hörfunk. Seine Mentee ist Sarah Kaiser.

 

sebastian_engelmann_klein.jpg"Den großen Bruder hat einmal der Containerbewohner Zlatko besungen. Mein Mentor ist so eine Art journalistischer großer Bruder. Er hat einiges erlebt, was wir als junge Journalisten erst noch erleben werden. Er kühlt zuweilen den überhitzten Kopf des Jungredakteurs. Und er weiß fast jederzeit Rat. Ein sehr wertvoller großer Bruder, der Mentor."

Sebastian Engelmann ist Stipendiat des Jahrgangs 2006. Er studiert in Hohenheim Kommunikationswissenschaft und arbeitet als freier Mitarbeiter für DASDING.tv und ZDF Heute Online. Sein Mentor ist Dr. Wilm Hüffer, Reporter beim SWR.

 

hueffer_wilm.jpg"Mentee fragt, Mentor hilft. Von wegen! Nach meiner Erfahrung ist das ifp-Programm keine Einbahnstraße. Und ehrlich gesagt, manchmal frage ich mich, ob ich von meinem Mentee mehr lerne als er von mir. Gut, die Apparate kenne ich, die Berufserfahrung habe ich. Und sage ihm darüber, was ich denke. Aber beim ungeheuren Umbruch in der Mediennutzung, in den Recherche- und Publikationsmöglichkeiten, da ist er es, der mir Nachhilfe gibt. Es lebt sich also prima als Mentur - mit einem fitten Menterent!"

Dr. Wilm Hüffer ist Reporter beim SWR und ifp-Absolvent. Sein Mentee ist Sebastian Engelmann.