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Glaubenszeichen |
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Kreuz aus Nairobi
Im Meditationsraum des ifp hängt ein Kruzifix aus Nairobi. Der
ehemalige Institutsdirektor P. Roger Gerhardy OSA hatte es während einer
Reportagereise im Februar 2007 entdeckt und fotografiert. Zurück in
Deutschland kam ihm beim Bearbeiten der Fotos der Gedanke, es für den
Meditationsraum im ifp zu erwerben. Sr. Catherine
Okari, die Besitzerin des Kreuzes, war von dieser Idee angetan. Sie
verkaufte, verpackte und verschickte es nach München.
Eine Meditation zum Kreuz von P. Roger Gerhardy können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen. (Foto: P. Gerhardy)
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Kelch von Matthias Larasser Bergmeister, Kunstschmiede Bergmeister, Ebersberg
Im Prolog zum Johannesevangelium wird die Basis des Christentums
theologisch reflektiert und festgeschrieben: „Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Joh 1,1). Dieses
Wort war unbedingt, es existierte vor allem anderen, aus sich selber,
zeitfrei. Und vor allem: Es begnügte sich nicht damit, bei sich zu sein
und zu bleiben, sondern es sprach sich aus, in die Zeit hinein, wurde
hörbar, anfassbar, greifbar, wurde Mensch bis zum Sterbenmüssen. „Und
das Wort ist Fleisch geworden“ (Joh 1,14) benennt daher der Evangelist
die Basis des Christentums.
Der Künstler Matthias Larasser Bergmeister hat die
Buchstaben dieses entscheidenden Satzes einzeln mit einer kleinen Säge
aus einer Silberplatte geschnitten und mit ihnen den Fuß für den
ifp-Kelch gestaltet, um diese Basis, diese Zusage Gottes an die
Menschen sichtbar zu machen. Einen Journalisten nimmt diese Basis des
Glaubens zusätzlich in die Pflicht. Das Wort, das wir sprechen,
schreiben, senden, erreicht manchmal einen Menschen so, dass es ihn
verändert, buchstäblich Fleisch wird. Das Evangelium sollte uns lehren,
sorgsam mit dem Wort umzugehen. Wir können mit ihm schöpfen wie auch
zerstören. (Text/Foto: P. Roger Gerhardy OSA, ehemaliger ifp-Direktor)
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Kreuz von Andreas Ohmayer, AndO-Kunst, Oberstdorf
P. Roger Gerhardy OSA zum Kreuz von Andreas Ohmayer in der Eingangshalle des ifp: Den Corpus für ein Kruzifix auf zwei
dürre alte Äste zu heften, die Regen, Wind und Sonne in Jahrzehnten
ausmergelten, ist zunächst einmal ungewöhnlich. Man kann sich Schöneres
denken, Kostbareres, Edleres. Und doch trifft dieses Kreuz des jungen
Oberstdorfer Künstlers Andreas Ohmayer die Wirklichkeit von Golgotha
genau. Was damals dort geschah, war keine Inszenierung, bei der B-Noten
für den künstlerischen Aspekt des Geschehens verteilt wurden. All
unsere Lebenslast hat Jesus damals auf sich genommen, was in unseren
Lebensläufen krumm wurde, verwachsen, abgebrochen, das hat er zu seiner
Sache gemacht. Auf unsere verunglückten Lebensläufe hat er sich nageln
lassen, ist dafür in den Tod gegangen und hat durch seine Auferstehung
gezeigt, dass dieser Tod nicht das letzte Wort hat. Bei ihm nicht hatte
und bei uns nicht haben wird, trotz unserer manchmal so dürftigen
Lebens. (Foto: P. Gerhardy)
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