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Seit dem Fall der Berliner Mauer engagiert sich das ifp in doppelter Hinsicht in Mittel- und Osteuropa:
Seit 1993 bietet das ifp Deutsch sprechenden Journalistinnen und Journalisten aus diesen Ländern ein dreiwöchiges Seminar in Deutschland an. Im Gegenzug veranstaltete das ifp ebenfalls zwischen 1993 und 2002 für die Auszubildenden und Absolventen des ifp und der kma regelmäßig 10-tägige Journalistenreisen nach Polen, bei denen die Kenntnisse über dieses Nachbarland vertieft werden. Bei der Rückreise wurde jeweils ein Abstecher in eines der Nachbarländer Polens unternommen.
Seit 2006 wird die Reihe mit einem neuen Konzept fortgesetzt: Die Reisen führen künftig 3 bis 4 Tage in eine der Hauptstädte Mittel- und Osteuropas. Im Vordergrund der Reisen stehen dort - wie bisher - Gespräche mit Vertretern aus Politik, Medien, Kirche, Kultur und Gesellschaft sowie Redaktionsbesuche und Besichtigungen.
Im Oktober 2006 führte die Reise nach Bratislava (Slowakei). Im Herbst 2007 war die litauische Hauptstadt Vilnius das Ziel sein.
Journalistenreise 2007 vom 2. bis 5. September 2007 nach Vilnius (Litauen)
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| Zählt zum Unesco-Weltkulturerbe: die Altstadt von Vilnius. |
Schon zu Zeiten der Sowjetunion kämpften die Menschen in Litauen für ihre kulturelle Identität und politische Autonomie. Im August 1989, zum 50. Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes, bildeten sie zusammen mit Bewohner/innen der beiden Nachbarländer eine Menschenkette, die die drei Städte Vilnius, Tallin und Riga verband und eine erste Demonstration des Unabhängigkeitsstrebens war. Im Januar 1991 leisteten die Litauer zivilen Widerstand gegen die Besetzung des Fernsehturms und anderer öffentlicher Gebäude durch die Sowjetische Armee.
Seit der Unabhängigkeit 1991 verfolgt Litauen nun einen Kurs der Integration in EU und NATO. Wechselnde Regierungen gestalteten die Marktöffnung, die wirtschaftliche Umstrukturierung und die politische Kultur mit unterschiedlichen Programmen und Konzepten. Wo steht das Land heute? Welche wirtschaftlichen und politischen Faktoren bestimmen die Situation? Wie haben sich eine Medien verändert? Wie gehen die Litauer mit ihrer Vergangenheit um? Welche Perspektiven haben sie für die Zukunft? Diesen Fragen werden wir bei der Journalistenreise 2007 vom 2. bis 5. September 2007 in der litauischen Hauptstadt nachgehen. In der Bischofs- und Universitätsstadt, die seit dem Mittelalter von multi-ethnischer Vielfalt lebte: Mit Slaven, Tataren, Deutschen, Litauern besiedelt, galt sie bald als ein Rom des Nordens. Und für die, die Jiddisch sprachen, wurde die Stadt, die heute rund 550.000 Einwohnern hat und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, zu einem zweiten Jerusalem.
Programm
Das Programm der Journalistenreise 2007 finden Sie im Download-Bereich auf dieser Seite.
Gesprächspartner waren:
Audrys Antanaitis, Ziniu radijas
Irja Berg, Kultur- und Pressereferentin, Deutsche Botschaft
Irene Degutiene, Mitglied des Seimas (Fraktion der Vaterlandsunion), Fraktionsvorsitzende
Antanas Gailius, Lyriker, Übersetzer (u.a. von Kafka, Rilke und Thomas Mann)
Justinas Karosas, Mitglied des Seimas (Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Litauens), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses
Skirmantos Pabeinskas, Mitglied des Seimas (Fraktion der Bauern-Volksunion und der Zivildemokratie)
Dainus Radzevicius, Präsident der Litauischen Journalistenunion / Lietuvos žurnalistu sajunga (LZS)
Rimas Rudaitis, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Seimas
Gintaras Steponavicius, Mitglied des Seimas (Fraktion der liberalen Bewegung), Stv. Vorsitzender des Seimas
Ramunas Terleckas, Stv. Chefredakteur, Tageszeitung „Verslo Zinios“
Zielgruppe
An der Journalistenreise 2007 für junge Journalisten nahmen Absolventen und Auszubildende des ifp und der kma sowie jüngere Mitglieder der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) teil.
Leitung
Die Leitung übernahmen der Leiter der Pfalzakademie Lambrecht, Martin Kaiser, und Studienleiter Bernhard Rude.
Die Journalistenreisen nach Mittel- und Osteuropa finden in Kooperation mit der Pfalzakademie Lambrecht und der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) statt.
Anreise
In Litauen gibt es drei internationale Flughäfen:
Flughafen Vilnius (Vilnius International Airport)
Air Baltic fliegt von Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München nach Vilnius.
Iberia fliegt von Frankfurt am Main nach Vilnius.
Lithuanian Airlines fliegen von Frankfurt am Main nach Vilnius.
Lufthansa fliegt von Frankfurt am Main nach Vilnius.
Scandinavian Airlines fliegen von Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München nach Vilnius.
Austrian Airlines fliegen von Wien nach Vilnius.
Flughafen Kaunas (Kaunas Airport)
Ryanair fliegt von Frankfurt-Hahn nach Kaunas.
Flughafen Palanga (Palanga Airport)
Lithuanian Airlines fliegen von Hamburg und Köln nach Palanga.
Teilnahmegebühr
Die Journalistenreise 2007 wurde finanziell unterstützt vom Förderverein des ifp (Fifp).
Linktipps Litauen
Literaturauswahl
Reiserouten der Journalistenreisen seit 1993
10. Journalistenreise nach Prag (Tschechien)
mehr dazu
9. Journalistenreise 2007 nach Vilnius (Litauen)
mehr dazu
8. Journalistenreise 2006 nach Bratislava (Slowakei)
mehr dazu
7. Journalistenreise 2002 nach Polen und in die Slowakei
Frankfurt am Main - Wroclaw/Breslau - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Bratislava - Frankfurt am Main
mehr dazu
6. Journalistenreise 2000 nach Polen und Litauen
Frankfurt am Main - Krzyzowa/Kreisau - Warszawa/Warschau - Wilna/Vilnius - Gdansk/Danzig - Frankfurt am Main
5. Journalistenreise 1997 nach Polen und Tschechien
Frankfurt am Main - Schmochtitz - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Praha/Prag - Frankfurt am Main
4. Journalistenreise 1996 nach Polen und in die Ukraine
Frankfurt am Main - Warszawa/Warschau - Lwow/Lemberg - Krakow/Krakau - Frankfurt am Main
3. Journalistenreise 1995 nach Polen und Tschechien
Frankfurt am Main - Schmochtitz - Warszawa/Warschau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Praha/Prag - Frankfurt am Main
2. Journalistenreise 1994 nach Polen und Russland
Frankfurt am Main - Poznan/Posen - Warszawa/Warschau -
Olsztyn/Allenstein - Kaliningrad/Königsberg - Gdansk/Danzig - Frankfurt
am Main
1. Journalistenreise 1993 nach Polen
Frankfurt am Main - Wroclaw/Breslau - Krakow/Krakau - Oswiecim/Auschwitz - Warszawa/Warschau - Frankfurt am Main
Materialien herunterladen
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Programm Journalistenreise 2007 (PDF-Format, 128 KB)
Hier finden Sie das Programm der Journalistenreise 2007.
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Kontakt
Für die Journalistenreisen nach Mittel- und Osteuropa verantwortlich:
Bernhard Rude , Studienleiter
Seit
Februar 2000 Studienleiter für die Ausbildung von Volontärinnen und
Volontären an Tageszeitungen, außerdem zuständig für die Seminarreihe
für Deutsch sprechende Journalisten aus Mittel- und Osteuropa sowie für
Fortbildungsseminare.
Geboren 1966 in Tettnang (Bodenseekreis). Studium der Neueren und
Neuesten Geschichte, Politologie und Philosophie in Freiburg und Bonn.
Stipendiat der Studienbegleitenden Journalistenausbildung im ifp.
Volontär und Redakteur der Ludwigshafener Tageszeitung "Die
Rheinpfalz". Referent der Journalistischen Nachwuchsförderung der
Abteilung Medienförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt
Augustin (bei Bonn).
Vorstandsmitglied der Gesellschaft Katholischer Publizisten
Deutschlands (GKP), Mitglied der Initiative Tageszeitung (ITZ), des
Deutschen Journalistenverbandes (DJV) und des Netzwerks Medienethik.
Rufnummer: 089-549103-18
E-Mail: rude(at)ifp-kma.de
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